
Videospiele, Zocken, E-Sport und das in der Schule?
Vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 fand an der Grace-Hopper-Gesamtschule die LiT-Woche statt. Während dieser Projektwoche beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang jahrgangsübergreifend mit ganz unterschiedlichen Themen. Zum ersten Mal wurde auch ein E-Sport-Projekt angeboten. Mit 117 interessierten Schülerinnen und Schülern zeigte sich schnell, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. E-Sport bezeichnet dabei den Bereich, in dem Gaming zum organisierten und wettbewerbsorientierten Spielen wird.
Ziel des Projekts war es, Videospiele und E-Sport einmal von verschiedenen Seiten zu betrachten. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich kritisch mit dem Thema „Gaming“ auseinandersetzen als auch erfahren, welche beruflichen Möglichkeiten es rund um E-Sport und Gaming gibt.
Die erste Überraschung gab es direkt am Montag: In diesem Projekt wurde zunächst nicht gezockt. Vielmehr ging es darum, Videospiele und E-Sport aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich über ihre Lieblingsspiele aus und beschäftigten sich mit den Vor- und Nachteilen des Zockens. Außerdem diskutierten sie die Frage „Ist E-Sport eigentlich richtiger Sport?“ und lernten verschiedene Berufe aus der E-Sport-Branche kennen.
Ein besonderes Highlight war das Interview mit dem professionellen League-of-Legends-Spieler Janik „Jenax“ Bartels von Eintracht Spandau. Er nahm sich Zeit für die zahlreichen Fragen und gab spannende Einblicke in seinen Alltag als E-Sport-Profi. Dabei wurde schnell deutlich, dass hinter professionellem Gaming weit mehr steckt als viele Stunden vor dem Bildschirm: Training, Teamarbeit, Analysen, Leistungsdruck, feste Strukturen und Disziplin gehören ebenfalls dazu. Ein großes Dankeschön an Jenax und Eintracht Spandau für die Unterstützung unseres Projekts!
Das zweite Highlight führte den Kurs nach Berlin ins LVL World of Gaming. Nach einer Führung konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Bereiche selbst ausprobieren. Während einige ihren FIFA-Sieg gegen die Lehrkräfte feierten, erspielten sich andere gemeinsam einen Fortnite-Sieg, testeten die Tanzfläche oder entdeckten die Spiele in der Arcadehalle. Dabei zeigte sich eine besondere Stärke von Videospielen: Gemeinsame Interessen können Menschen unabhängig von Alter oder Jahrgang miteinander verbinden.
Am Freitag präsentierten sich die verschiedenen Projekte der LiT-Woche gegenseitig und sorgten damit für einen gelungenen Abschluss.
Am Ende der Woche stand vor allem eine Erkenntnis: E-Sport ist deutlich mehr als einfach nur Zocken. Hinter erfolgreichen „Gamern“ stecken viel Arbeit, Struktur, Teamfähigkeit und Leidenschaft.
Steffan Darius
Jannis König
Adrian Kupsch